"zeige dein land in einem einzigen foto!"
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sebastian müller / jan-philip welchering

natürlich blickt niemand, der nicht gerade eine finanz- oder wirtschaftswissenschaftliche ausbildung genossen hat, noch durch den dichten wald der ursachen, symptome und auswirkungen der bankenkrise - egal, wie viele adrett gekleidete moderatorinnen diese mit graumelierten und immer noch sehr entspannt wirkenden herren mit unschuldsmiene diskutieren.
daher verbleiben der größte vertrauensbruch, aber auch die größten chancen im schoß der politiker, die versuchen müssen die geschehnisse und fakten igrendwie in worte, symbolische und reale politik zu verpacken. angela merkel fiel als erste etwas sehr pragmatisches, vielleicht unangebrachtes ein, aber von ihren beratern vermutlich als vertrauenserweckendes handeln empfohlen: sie duzte den bürger in ihren ansprachen.

das wanken der banken und eines kompletten wirtschaftssystems muss den regierenden parteien und anderen parteien, die sich zu funktionierenden kapitalistischen systemen bekennen, im nächsten jahr nicht auf die füße fallen, denn die alternative seite der politik ringt um worte, aber vor allem um die emotionale ansprache ihrer potenziellen wähler.
einen wirklich zugänglichen text zur finanzkrise, der überdies erklärt warum diese nicht die chance der linken ist, hat jakob augstein in der ausgabe 42 es freitag geschrieben. mein freund musste mich erst darauf aufmerksam machen, da ich texte zu diesen themen mittlerweile schon überlese, obwohl ich einen großteil der woche in meinem freitag-büro am hegelplatz verbringe. johannes hat für das face-magazin zuerst in die tasten gehauen und augsteins äußerung "[...] Darum muss die Bundeskanzlerin mit den Worten um Verständnis werben: "Wir tun das nicht im Interesse der Banken, sondern im Interesse der Menschen." Die Menschen geraten darüber erstaunlich wenig in Wut. Warum? Weil ihnen der Glaube an die Alternative fehlt. Das ist das Versagen der Linken. Sie haben der Leistungskraft selbst des oligarchisch verzerrten Marktsystems nichts entgegenzusetzen. Und sie haben kein Bild mehr vom besseren Leben. Sie können nicht nur die Geldbeutel der Leute nicht füllen. Sie können nicht einmal mehr ihre Herzen füllen. [...]", ein wenig weiter gesponnen. dazu bitte hier entlang.

den vollständigen text "herbst der eliten. abgekoppelt vom demokratischen prinzip. warum manager das finanzsystem auch in zukunft pervertieren können" findet ihr nach dem klick.

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