10/31/2008


in our space hero suits

die wahl ihres bandnamens im zusammenspiel mit den sorgsam selektierten vintage-outfits, die über die skandinavischen streetstyle-blogs auch aus der garderobe deutscher mädchen nicht mehr wegzudenken sind, lässt erste schlüsse darüber zu, welche musikalischen schritte die mädchen von those dancing days in die welt des pop gewagt haben: es sind beschwingte schritte direkt auf das tanzparkett jeder indie-disko: mit anlauf, mit rosigen wangen, aber vor allem mit stimme. linnea jönsson, die sängerins, ein zartes wesen mit frech springenden locken, manövriert eine sehr erwachsene stimme durch jungen, verspielten sound ohne in den kurven vom gas zu gehen. ihr souliger gesang trägt wohl nicht unwesentlich dazu bei, dass eine gruppe soeben volljährig gewordener musikerinnen nicht direkt in die ecke des zuckerpop abgeschoben wird. zudem verzichten die damen aus dem stockholmer vorort nacka auf eine rotation am lead-mikrophon oder den übermäßigen einsatz ihrer stimmen vereint im chor, der auch in nonchalant vorgetragenen stücken schnell die erinnerung an ein ferienlader wecken kann. die rollen und instrumente sind klar verteilt. seit dem sommer 2005 spielen rebecka, lisa, cissi, mimmi und linea als band zusammen. auch bei den schwedinnen entpuppte sich die entscheidung einige demos auf ihre myspace-seite zu laden als einfache werbemaßnahme mit hoher triebkraft. sie werden ohne frage im nächsten jahr fester gast bei britischen award-shows sein.



ihre erste ep konnten die fünf energiebündel bereits im august veröffentlichen und überbrückten die zeit zum erscheinen ihres ersten albums mit dem abklappern der bühnen sämtlicher schwedischer festivals. dass die damen von ihrem schwung on stage nichts verlieren, lassen nicht nur augenzeugenberichte sondern auch die bereits veröffentlichten videos verlauten, die den drive, der das gesamte album durchzieht, bilderreich und bunt in szene setzen. mit einem trompeten-intro läuten those dancing days 40 minuten ungestümen pop ein: nicht glatt, nicht fehlerfrei, teils verspielt, teils in kitschigen sphären wandelnd, doch ohne die lauscher des süßen überdrüssig werden zu lassen. das hier schmeckt ehrlich. those dancing days erscheinen so liebenswert, weil sie zum einen naturgetreue, musizierende mädchen darstellen, ohne absicht süß doch nicht unerreichbar glamourös, immer noch tanzend aber nicht hüfte schwingend, keine gestylt genug um den look der fans zu diktieren. zum anderen servieren sie neben ‚hitten’, die schwedische vokabel für hit, ein komplettes album voller kompositionen, die als kommerzielle popsongs wirkung entfalten könnten doch die eigenwilligkeit aufweisen, die vielen chartsongs fehlt. trotz dieser leistung vermisst man ein wenig variation in melodie, tempo und arrangements. goldmedaillenkandidat des albums ist sicherlich ‚i know where you live’, dessen wunderschönen metaphern ebenso zu herzen gehen wie die sehnsüchtig bekommene stimme von frontfrau linnea. in ‚space hero suits’ brauchen those dancing days sich schon bei ihrem debutalbum nicht zu verstecken um sich gehörigen respekt zu verschaffen.


those dancing days - i know where you live (dl) (ysi)



die rezension zum ersten album der schwedischen band those dancing days ist im ersten missy-magazin erschienen. als goodie für euch gibt es meinen lieblingstrack 'i know where you live' in einer low quality version. das debut der fünf schwedinnen 'in our space hero suits' ist im oktober bei wichita recordings veröffentlicht worden.

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10/29/2008


ich habe heute mal wieder meine männliche bundesliga-tipprunde blass aussehen lassen, und brauche zum ausklang des abends daher ein bißchen feminismus, um nicht versehentlich von torhütern in hautengen rosa trikots zu träumen. ja, verglichen mit dem gestriegelten tim wiese im tor von werder bremen hatte 'feuchtgebiete' von charlotte roche doch einen erotischen beigeschmack. daher begleitet euch in die nacht ein interview mit der autorin, das in dem der sz beiligenden magazin erschienen ist und charlotte zu gedanken zum erfolg ihres debutromans und dem leben danach befragt. und siehe da: peer teuwsen, der roche befragte, findet das buch nicht pornographisch, sondern "unendlich traurig". das interview unter der herrschaft des zitats "ich bin die beste nutte die es gibt" findet ihr hier.

ein text erschienen in der community von feministing sorgte heute zudem in der szene der feministischen blog-schreiberinnen für ein wenig aufruhr: pms - ein soziales konstrukt? meine rede, schon seit schulzeiten, in denen mädchen 'beigebracht' wurde sich mit schmerzverzerrtem gesicht dem sportunterricht zu entziehen. andere hingegen werden gleich magersüchtig, um der konfrontation mit eventueller pms-betroffenheit aus dem wege zu gehen. nach aufmerksamer verinnerlichung des wissens, dass man als frau mit monatlichen hormonschwankungen gestraft ist, die man nicht steuern kann und zu irrationalem handeln führen, hinterfragt vermutlich ein teil der frauen ihre stimmungen nicht mehr nach alternativen auslösern, und attribuiert gefühle, die ihre wurzeln in der umwelt finden, auf die sie angeblich kontrollierenden hormone. klingt das ein wenig nach einer patriacharlischen gesellschaft? einem konstrukt, dass diese instrumentell stützt? antworten auf diese fragen bei feministing.

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oskar von acht milliarden trägt als freund der missy-redaktion ebenfalls fleissig die presse-reaktionen auf die debutausgabe des magazins zusammen, wunderte sich dann aber, dass alle schreiben - nun auch spiegel online - ein urteil von der grauen eminenz der feminismus-gazetten allerdings bislang ausblieb. überraschen tut das freilich nicht. frau schwarzer hat es nicht mit den "wellness-feministinnen", und die königin hatte schließlich ihr chefredaktionszepter frau ortgies erst verliehen und dann wieder aus der hand genommen, um dort weiterhin zu regieren. platz für jüngere machen alice und emma freiwillig vorerst nicht.

die faz hat zu alice schwarzer bereits im juni eine kluge analyse unter dem titel die plattmacherin verfasst, die unter anderem kurz erklärt, warum die emma sich nur stiefmütterlich um den feministischen nachwuchs kümmert:

"Gegen das System „Alice Schwarzer“ wirkt selbst die katholische Kirche wie ein Haufen umstürzlerischer Jungtürken. „Die vehementeste Bekämpferin aller wie auch immer gearteten Versuche, einen jüngeren Feminismus zu machen, ist Alice Schwarzer“, sagt die siebenunddreißigjährige Publizistin Thea Dorn, Autorin des Buchs „Die neue F-Klasse – Wie die Zukunft von Frauen gemacht wird“. Was damit gemeint ist, war eben erst in der Frankfurter Paulskirche zu erleben, wo Alice Schwarzer ihre Dankesrede für den Börne-Preis hielt: Frauen, die Prostitution nicht kategorisch ablehnen und nicht bereit sind, wie Alice Schwarzer Pornographie in aber auch jedem einzelnen Fall mit Gewalt gleichzusetzen, werden als „Wellness-Feministinnen“ diffamiert. Solche „Post-Girlies“ interessierten sich „ausschließlich für ihre ganz persönlichen Belange, sprich: für Karriere und Männer“, urteilte die alleinige Sachwalterin des einzig wahren Feminismus barsch. Zwischentöne existieren nicht in ihrer Welt. „Ich habe den Eindruck, dass Alice Schwarzer einen geradezu grotesk überdehnten Begriff davon hat, was sexuelle Gewalt ist. Das finde ich auch beleidigend denen gegenüber, die tatsächlich Opfer sexueller Gewalt geworden sind“, argumentiert Thea Dorn, die damit wohl auch zu den „Wellness-Feministinnen“ gezählt werden muss. Aber da verhält es sich bei Alice Schwarzer wie bei Erich Honecker kurz vor dem Mauerfall: Mit Argumenten, Zahlen oder Fakten ist sie schon lange nicht mehr zu beeindrucken."

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10/23/2008


vier frauen haben das anti-kriegs-plakat von joan baez in ein modernes kleid gesteckt um ihre unterstützung für barack obama zum ausdruck zu bringen. eine kritische diskussion zu dieser idee und dem claim "girls say yes to boys who say obama" gibt es bei broadsheet:

kate harding: "It really bugs me. Both the concept of a vote-for-sex transaction and the "obnoxiously retrograde" notion that women are merely gatekeepers for our own vaginas, not human beings with actual sex drives. We just say no as a matter of course until men do something wholly unrelated to sex (buy dinner, vote for Obama), which makes us decide they're worthy of coming inside us. We certainly don't want sex for its own sake! And that's without getting into the heterosexism. Where's my "Straight girls say yes to, and sometimes even initiate sex with, boys they find attractive for any number of reasons" T-shirt?
Also, if they had to do it anyway, "Girls say 'Yes, we can' to boys who vote Obama" would have been funnier."

mehr nach dem klick.

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das missy-magazin hat bereits in der ersten woche ein großes medienecho und widerhall in den blogs gefunden - für ein unabhängiges magazin mit kleinem zielpublikum und bescheidener auflage sicherlich ein riesiger erfolg. anbei sind die ausgewählten stimmen für euch zusammengetragen.

von der mädchenmannschaft äußern sich anna, barbara, katrin, meredith und susanne.

susanne: "Ich vermisse aber auch etwas: mehr (alltags-)politische Themen. Ich – und sicherlich nicht nur ich, sondern auch andere Frauen – will wissen, was die Politik, die Wirtschaft, die Gesellschaft mit meinem Leben tun. Missy, ich wünsche mir mehr Alltag und mehr kleine Themen groß. Mehr Hintergründe und Analysen. Klar, in dem Magazin geht es um „Popkultur für Frauen“, ist ja auch der Untertitel. Aber: Sind wir nicht alle ein bisschen Pop? Auf jeden Fall, Missy, schön, dass es dich gibt!"

in der taz schreibt nina apin über größenwahn mit vibrator:
"Natürlich kann man "Missy" vorwerfen, etwas oberflächlich zu sein. Lange Texte, intellektuell Erhellendes oder gar einen Beitrag zur Feminismusdebatte sucht man vergebens. Das Heft begnügt sich lediglich damit, der Popkultur eine weibliche Brille aufzusetzen. Revolutionen löst man damit nicht aus. Für ein unterhaltsames Magazin, das auch Frauen gerne lesen, reicht es aber allemal. Angesichts der Zustände im Zeitschriftenregal gar keine schlechte Nachricht."

für zeit-online hat elisa simantke den text die gefühlte lücke verfasst und vergleicht missy mit den
gescheiterten magazinen allegra und young miss. leider vergisst simantke dann eine zukunftsprognose für missy abzugeben.

cordula trapp fühlt sich laut ihrem beitrag für meedia von einer moralisch aufgeladenern attitüde erdrückt:
"Popkulturell en vouge zu sein ist eben genauso schwierig, wie dem Frauenbild von "Amica", "Glamour" und Co. zu entsprechen. "Missy" präsentiert, wie auch jede andere Frauenzeitschriften, ein recht einseitiges Bild von Weiblichkeit. Was auch nicht weiter schlimm wäre, wenn die Macherinnen nicht versuchen würden, ihren Lifestyle moralisch aufzuladen. Ästhetik und Ethik haben leider noch nie gut zusammengepasst."

medienlese schreibt sogar von der woche der frauenzeitschriften.

auf die
männliche blattkritik aus hamburg von oskar bei acht milliarden, und stefanie lohaus 'beitrag auf jetzt.de ("how to make your own missy-magazine") hatte ich bereits in meiner ankündigung verwiesen. viel spaß beim schmökern.



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"zeige dein land in einem einzigen foto!"
sony world photograpgy awards
sebastian müller / jan-philip welchering

natürlich blickt niemand, der nicht gerade eine finanz- oder wirtschaftswissenschaftliche ausbildung genossen hat, noch durch den dichten wald der ursachen, symptome und auswirkungen der bankenkrise - egal, wie viele adrett gekleidete moderatorinnen diese mit graumelierten und immer noch sehr entspannt wirkenden herren mit unschuldsmiene diskutieren.
daher verbleiben der größte vertrauensbruch, aber auch die größten chancen im schoß der politiker, die versuchen müssen die geschehnisse und fakten igrendwie in worte, symbolische und reale politik zu verpacken. angela merkel fiel als erste etwas sehr pragmatisches, vielleicht unangebrachtes ein, aber von ihren beratern vermutlich als vertrauenserweckendes handeln empfohlen: sie duzte den bürger in ihren ansprachen.

das wanken der banken und eines kompletten wirtschaftssystems muss den regierenden parteien und anderen parteien, die sich zu funktionierenden kapitalistischen systemen bekennen, im nächsten jahr nicht auf die füße fallen, denn die alternative seite der politik ringt um worte, aber vor allem um die emotionale ansprache ihrer potenziellen wähler.
einen wirklich zugänglichen text zur finanzkrise, der überdies erklärt warum diese nicht die chance der linken ist, hat jakob augstein in der ausgabe 42 es freitag geschrieben. mein freund musste mich erst darauf aufmerksam machen, da ich texte zu diesen themen mittlerweile schon überlese, obwohl ich einen großteil der woche in meinem freitag-büro am hegelplatz verbringe. johannes hat für das face-magazin zuerst in die tasten gehauen und augsteins äußerung "[...] Darum muss die Bundeskanzlerin mit den Worten um Verständnis werben: "Wir tun das nicht im Interesse der Banken, sondern im Interesse der Menschen." Die Menschen geraten darüber erstaunlich wenig in Wut. Warum? Weil ihnen der Glaube an die Alternative fehlt. Das ist das Versagen der Linken. Sie haben der Leistungskraft selbst des oligarchisch verzerrten Marktsystems nichts entgegenzusetzen. Und sie haben kein Bild mehr vom besseren Leben. Sie können nicht nur die Geldbeutel der Leute nicht füllen. Sie können nicht einmal mehr ihre Herzen füllen. [...]", ein wenig weiter gesponnen. dazu bitte hier entlang.

den vollständigen text "herbst der eliten. abgekoppelt vom demokratischen prinzip. warum manager das finanzsystem auch in zukunft pervertieren können" findet ihr nach dem klick.

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schlicht und ergreifend. schier weg und vollkommen. ganz und gar. begeistert. das warten auf deutschlands erstes magazin für popkultur für und von frauen hat sich gelohnt. am 20. oktober erscheint das missy magazine mit seiner debutausgabe in bahnhofsbuchhandlungen in deutschland, der schweiz, österreich und luxemburg sowie gut sortierten verkaufsstellen in größeren deutschen städten.

hinter dem magazin stecken sonja eismann, chris köver und stefanie lohaus in der redaktion sowie julia steinbrecher und nicole ebele in der grafik und viele weitere freie autorinnen, illustratorinnen, fotografinnen und kreative köpfe, die ein ganzes magazin den frauen und ihren leidenschaften, themen und ideen widmen, und sich dabei stark vom rest des trashigen angebots flacher hochglanzblätter mit apell an die perfekte tussi abgrenzen. diesen anspruch umzusetzen schein zunächst nicht so schwer, es brauchte aber erst ein paar frauen unabhängig von einem verlagshaus und mit unterstützung von hobnox, um eine frauenzeitschrift mit herz & hirn auf papier zu bannen. die erste stufe der messlatten für produktneuheiten und die ladies nimmt das missy magazine dabei spielend: missy sieht verdammt gut aus: klar strukturiert mit stimmigem design, ohne viele schnörkel aber liebevoll verspielt, gut zu lesen und griffig.


soap&skin

das titelblatt ziert soap&skin, das österreichische wunderkind des pop, als einziger mann darf sich dietmar dath auf einer seite tummeln, es gibt eine feministische sammelkarte, tipps zum abstillen, sex & mode, fashion mit weiblichen nerds (und juli fox!), das unvermeidliche beschneidungstheman, rezensionen zu musik, filmen und büchern und weiteres, das uneingeschränkt empfehlenswert ist und entdeckt werden sollte. von mir findet ihr eine rezension zu der ersten platte von those dancing days im heft auf seite 82.

ein bißchen schade finde ich, dass missy die althergebrachten magazin-strukturen hinsichtlich journalistischer stilformen oder aufbau einer zeitschrift nicht aufbricht, und wirkliche irritation provoziert. ebenso kann man bedauern, dass dieses heft - so sagt die redaktion zumindest - nur mit klarer abgrenzung gegen den boys-club funktioniert - als "gummytwist - reserviert für mädchen".

dennoch, frauen und mädchen haben in diesem jahr lauter als zuvor getrommelt und sich sichtbarer im öffentlichen raum an neuen stellen platziert. vielleicht kommen bald dann auch online ein paar ernstzunehmende angebote à la broadsheet, jezebel oder feminsting in die deutschsprachigen netzgefilde hinzu und nicht weitere angebote wie die erdbeerlounge oder for her, die mit journalismus oder meinung nur kümmerlich wenig zu tun haben. in dieser woche habe ich das erste mal einen teil der mädchenmannschaft, katrin, getroffen, um auch beim freitag in den nächsten monaten inhalte für frauen aufzubauen, die für uns, und nicht für anzeigenkunden geschrieben sind. natürlich werden dort die texte fleißig aus frauenfedern fließen, aber seid euch sicher: wir werden ebenso einen mann haben, der kluge einwürfe zu feminismus und frauenthemen bereit hält.

ein missy-abo gilt es trotzdem nicht zu missen. ihr bekommt es hier, oder die erste ausgabe ab morgen am kiosk.

update: auch sehr lesenswert ist eine männliche blattkritik aus hamburg. oskar schreibt bei acht milliarden, was er zum missy-magazin denkt.

und stefanie lohaus erklärt bei jetzt.de "how to make your own missy-magazine".


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die süddeutsche zeitung zählt, man höre und schlackere mit den ohren, zu meinen liebsten modepublikationen in printform. ein oder zwei mal in der woche, nämlich mit dem sz-magazin und in der wochenendausgabe, kann man dort geschriebene worte zu haute couture, stil und modesünden an den damen und herren der welt oder designerportraits lesen. als tageszeitung, die sehr frei von druck und anzeigen der kunden schreiben kann, lesen sich diese artikel wunderbar klug, kritisch und kulturtheoretisch. mit der jungen redakteurin verena stehle hat die sz dabei einen glückgriff für die leitung des modeteils am wochenende getan. verenas texte und die autoren ihres vertrauens verstehen, was sie tun, haben keine angst vor anderen ansichten, bissigen kommentaren und einer menge ironie. zu meinen liebsten texten zählt wohl stehles text zu skinny jeans an männern "bengel am stängel" und miriam steins text zu dem stil unserer nationalelf.

auch in der heutigen ausgabe der "süddeutschen zeitung versteht sich frau stehle mit mir außerordentlich gut: sie portraitiert das label "by malene birger", für dessen letzte kollektionen ich meine aktuelle garderobe spontan verbrennen würde. ein kleid hab ich gerade bestellt, der wunschzettel ist endlos, das budget begrenzt. in münchen sieht man das allerdings ein wenig anders: der boutique theresa war malene birger zu billig, obgleich sie die sachen "zuckerschön" fanden, so eine angestellte die stehle befragte. die kundinnen suchten aber, unabhängig von qualität und anmut der stücke, nach höherpreisigen designern.



der text von verena stehle ist nach dem wochenende hoffentlich online und wird dann alsbald verlinkt; wer mit der papierversion morgen frühstücken möchte, sollte natürlich nicht zögern. alex bohn serviert noch häppchenweise gekrempelte ideen, unter anderem an präsidentschaftskandidat barack obama. bei lisa von la lila gibt es einen kleinen rückblick auf die birger show im rahmen der copenhagen fashionweek und den dazugehörigen link zu der schau auf video. take a look!

update: der artikel ist online.

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würde ich das deutsche fernsehprogramm mit ein wenig gesteigerter aufmerksamkeit verfolgen, hätte ich diese information vielleicht in dem post vor einigen tagen verbreiten können, als ich aus anlass der zweiten staffel von der amerikanischen serie schwärmte: pushing daisies kommt ab dem 22. oktober im deutschen fernsehen. mittwochs um 21.15 uhr strahlt pro sieben die erste staffel der serie aus. sehenswert für märchenfans, liebhaber von farbenfrohen bildern, schrägen aber charmanten charakteren und einem erzähler, der die hintergründe verrät, die ein wenig licht in die verstrickten beziehungen und mysteriösen gaben von ned und die zu lösenden kriminalfälle gibt. ein kleines loblied auf design und ausstattung der serie findet ihr nach dem klick.

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10/17/2008












kitschig, fragwürdig, provokant und dennoch wunderschön: brad pitt und angelina jolie mit fremden, blonden kindern für das w magazine. fotografiert wurde das paar bereits 2005 von steven klein. einen leicht prophetischen charakter darf man dem shoot wohl attestieren.

via und mehr fotos des shoots.


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10/15/2008














krystian czaplicki ist ein polnischer street art künstler mit ausbildung an der academy if fine arts in wroclaw. seit mehr als acht jahren platziert er in der polnischen öffentlichkeit unter dem pseudonym truth seine objekte. mehr informationen zu krystian und seinen werken findet ihr auf seiner homapage truthtag.


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