
Eine wunderbare Anregung für die Journalistenausbildung erzählte
Emily Bell gestern Abend bei einem Dinner im
Good Knight. Jede Woche sollen ihre Student_innen ein Ereignis benennen und diskutieren, das die Zukunft des Journalismus beeinflussen wird („What happened this week that will affect the future of journalism?“). „Charlie Sheen joined twitter“, war dabei eine der Antworten in dieser Woche, die sie nicht akzeptierte.
Eine andere kleine Anekdote, die sie von ihren Anfängen an der Columbia's Graduate School of Journalism mitbrachte, wo sie nun das
„Tow Center für Digital Journalism“ leitet, war die Frage eines Kollegen hinsichtlich ihrer Pläne, ihre Student_innen in „Social Media“ zu unterrichten. „Are they ready for that?“, fragte dieser. Und Emily antwortete: „They have to be. It’s like sex education. It will happen to them sooner or later.“
(und während man da so sitzt mit
clay shirky, emily bell, jay rosen und jeff jarvis an einem tisch, denkt man: die uni hätte mir spaß machen können, ich hätte dort etwas lernen können, mit den entsprechenden dozent_innen. das einzige online-journalismus-seminar, das an der fu berlin zwischen 2004-und 2008 stattfand, war ein blockseminar an einem wochenende, mit einem dozenten, der noch nicht einmal ein eigenes blog hatte, geschweige denn einen funken enthusiasmus für digitalen journalismus.)
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