12/22/2013


eines der dinge, die ich in diesem jahr wieder aufgenommen habe, ist das stöbern in musikblogs, das verlassen darauf, dass altbekannte bloggende mit deinen ohren mitgewachsen sind und du dem ersten track eines albums vertrauen kannst. dieses blog gäbe es nicht ohne knicken, bei dem wir fast ausschließlich über musik geschrieben haben, die wir in nischen und über internationale mailinglisten (grindin) aufgetan hatten und die künstler_innen ihre tracks legal zur verfügung stellten. ich fühle mich einen moment lang nostalgisch und an die zeiten in übergroßen flanellhemnden im picknick erinnert, wenn jemand einen alten track von the virgins kennt, und ich erschrecke, wenn ich feststelle, dass es tatsächlich 2007 war, als sie mir das erste mal begegneten. es fühlt sich näher an. im februar hätte ich sie endlich das erste mal live gesehen, sie veröffentlichten in diesem jahr ihr zweites album »strike gently«, doch bevor das geschehen könnte, lösten sie sich vor wenigen wochen auf. »flashbacks, memories and dreams« heißt ein song ihres letzten albums – all das, was ich lose fühle, wenn ich musik höre, die mich in zeiten begleitet hat, in denen gefühle diffus, gefesselt oder erstickt waren, und sie von einer stimme und einem beat jetzt wieder an die oberfläche gekitzelt werden. das hadern beendest du in dem moment, in dem du dich auf und durch die gefühlsfläche fallen lassen kannst, die ein lied eröffnet, ohne angst zu haben in diesem moment wieder aufwachen zu müssen. ich kann mir keine autobiographie vorstellen, die ohne musik auskommt.



das erste konzert, das ich im nächsten jahr besuchen werde, wird babyshambles sein, die ebenfalls ein neues album haben, das in dem indiesound verweilt, in dem ich mich wieder in den alten magnetclub in der greifswalderstraße zurückversetzt fühle, mit dem unterschied, dass ich heute keine fremde mehr unter meiner eigenen haut bin. das sind auch die momente, in denen ich gerne große schwester oder ältere freundin bin. zeit heilt, narben bleiben, und ohne sie ließe sich kaum verfolgen, woher wir gekommen sind.



johannes fragte mich eben, ob ich für das blank magazin zwei alben beitragen wollte, die mir in diesem jahr etwas bedeutet haben, was auslöser für diesen eintrag ist, da die beiden platten, die ich nun herausgesucht habe noch einige brüder und schwestern auf ihrer liste verdienen. sie brauchen dabei keine dramaturgie, denn zwischen chilly gonzales, der das mir liebste konzert gestaltete (und das ende 2012, nicht einmal 2013), und pusha t, der mich morgens in schwung bringt, besteht wenn überhaupt nur eine komplex verwinkelte beziehung in meinem kopf. here's an eclectic mix of music i like.



mein track des jahres ist in jedem falle »ebony sky« von den young fathers, die auch bereits an einem folgealbum zu »tape two« arbeiten. schottischer lo-fi-rap mit wurzeln in nigeria und liberia oder »everything suggests that, on the strength of this set, the land of the brave won’t need a referendum to prove its independence.«


den kontrast zu dem experimentellen hophop von den young fathers stellt pusha t's »my name is my name«, so pur, und oldschool, und geschliffener lyrics. so genial, dass ich es sogar meinem großen bruder schickte – früher war es andersherum. drittes lieblingsalbum: london grammar – if you wait.
  

noch zwei tracks, die ich gefühlt schon mehrere hundert mal gehört habe: cass mc combs - brighter! für und mit der in diesem jahr verstorbenen schauspielerin karen black vom album »big wheel and others«.



und »porno« vom arcade-fire-album »reflektor«.



weitere alben, die ich nur ans herz legen kann, und ein paar tracks habe ich auf soundcloud zusammengestellt. 

scott matthew – unlearned
iron and wine – ghost on ghost
white denim – corsica lemonade
magic arm – images rolling




// And thank you Daniel, music sounds so much better with the headphones you gave me.  // 

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