Foto: Stephan Röhl (CC BY-SA 2.0)


Auf der re:pulica werde ich eine Session zu Activist Burnout und Netzdiskursen halten. Hier gibt es nun die Skizze der Session. Ihr seid herzlich eingeladen, euch vorab mit Kommentaren und anderem Input zu beteiligen. Ich kann mir auch vorstellen, dann noch jemanden als Speaker_in zur Session hinzuzuholen.
Einen ersten längeren Text von mir zu Online-Aktivismus gibt es im FAZ-Blog.

Burnout & Broken Comment Culture 

Soziale Bewegungen sind über Internetprotestformen zuletzt wieder sichtbarer geworden, haben Einfluss genommen und sind augenscheinlich gestärkt. Doch das Dilemma das Online-Aktivismus ist, dass Beteiligte unter Druck, Tempo und Gewalterfahrungen im Netz immer schneller ausbrennen, sich zurückziehen und ihren Communities verloren gehen.

Diskurse im Netz sind selten offen: Sie werden von meinungsstarken und gut vernetzten Nutzer_innen bestimmt. Ihre Richtung wird zudem stark geprägt von Aufmerksamkeit und Tenor großer Medien, die sie aufgreifen. Der Ton in Online-Debatten ist harsch und oft verletzend, Kommentare zu Texten in Blogs und Medien sind das Unkraut des Internets. So drehen sich Diskussionen im Kreis, sind abgeschlossen gegenüber wertvollem Input und lassen Teilnehmende frustriert zurück.

Wie können Diskurse gestaltet werden, aus denen Online.Bewegungen Schlagkraft entwickeln können? Wie können sich Aktivist_innen gegenseitig stützen und schützen? Wie öffnet man Onlinebewegungen für eine vielfältige Teilnehmerschaft? Wie schafft man ein Gegengewicht zu etablierten Meinungsmacher_innen und Medien?

Der Vortrag geht diesen Fragen nach und präsentiert Ideen dazu, Debatten im Netz neu zu organisieren und inklusiver zu gestalten, um Onlineaktivismus langfristig zu stärken.




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1 Comments:
Anonymous Anonym said...
Klingt für mich auh nicht anders als die Meinungsbildung in jedem zweiten Ortsverein einer traditionellen Volkspartei! Was die Fragestellung nicht falsch macht.

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